Ortsteil Abberode

Abberode wurde als Abroden erstmals 966 urkundlich erwähnt.

Später hieß der Ort Abterode. Von der mittelalterlichen Kirche „Sankt Stephanus“, gestiftet von einem Abt zu Ballenstedt, steht heute nur noch der Glockenturm (1998 restauriert). Die Kirche im ehemaligen Ortsteil Tilkerode wurde 1936 erbaut. Die Dörfer Abberode, Tilkerode (1123 erstmals erwähnt) und Steinbrücken (1226 erstmals erwähnt) waren im Laufe der Geschichte im Besitz von mehreren anhaltischen Fürsten und sächsischen Grafen. Bis zum 12. Februar 1913 gehörten die Gemeinden Abberode und Steinbrücken zur

Preußische Provinz Sachsen“, Grafschaft Mansfeld. Die Gemeinde Tilkerode gehörte zum Herzogtum Anhalt. 1952 wurden die Orte Abberode, Tilkerode und Steinbrücken zur Gemeinde Abberode zusammengelegt.

Nahe Tilkerode liegt ein altes Erzabbaugebiet, in dem von 1762 bis 1835 zunächst oberflächennah, später in bis zu 60 m Tiefe Saigerschächte gegraben wurden. Zwar wurde hauptsächlich Eisenerz (ca. 50.000 Tonnen), welches mit Pferdefuhrwerken nach Mägdesprung zur Verhüttung gefahren wurde, abgebaut. 1825 sorgten Gold- und Selenerzfunde für weltweite Bekanntheit des Ortes. Aus diesem Gold wurden 1825 (bei Loos in Berlin) 116 Golddukaten mit der Aufschrift „Ex auro Anhaltino“ geprägt. Das Tilkeröder Altbergbaugebiet ist von der EU als Flächendenkmal ausgewiesen. Zwischen Abberode und Stangerode entlang der L 228 liegt auf einem Hügel oberhalb der Ulbrichtstraße das historische Rügegericht der Wüstung Volkmannrode. Diese bäuerliche Gerichtsstätte wurde erstmals 1489 erwähnt und blieb bis 1875 kontinuierlich ein Ort der niederen Gerichtsbarkeit. Sie ist die älteste und einzigste noch erhaltene Richtstätte im deutschsprachigen Raum Europas. Die Gerichtsbarkeit erstreckte sich auf Feld-, Wald-, Jagd- und Fischereifrevel. Gerichtet wurde zu Walburgis (1. Mai) und zu Michaelis (29. September). Die Gerichtsstätte in ihrer Dreiheit von Gerichtshütte, Linden (860-920 Jahre alt) und Kirchenruine steht heute als Flächendenkmal unter Naturschutz. Volkmannrode war eine zu Harzgerode gehörige Exklave des Landes Anhalt. In der Gemarkung Abberode besteht ein touristisches Wanderwegesystem von 35 km Länge. Im Wanderwegesystem eingeschlossen ist ein Naturlehrpfad mit Schautafeln über das Leben der Tiere und Pflanzen im Wald, sowie ein Spuren- und Fährtengarten, wo man sich über die Spuren und Fährten im Wald informieren kann.

Veranstaltungen
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Zahlen & Fakten
Ortsteil
Abberode
Einheitsgemeinde: 06343 Stadt Mansfeld
Einwohnerzahl: 318 (Stand 03/2018)
Fläche: 16,90 km²
Ortsbürgermeister: HerrPeter König
Adresse:
Schulstraße Abberode 5
Telefon: 034779/20201
Fax: 034779/20201
E-Mail: peterkoenig38@gmx.de
Sprechstunde:
nach Vereinbarung
Hauptstraße Abberode 19

Sehenswürdigkeiten

Kirche "Sankt Stephanus" - Abberode

Von der mittelalterlichen Kirche "Sankt Stephanus", gestiftet von einem Abt zu Ballenstedt, steht heute nur noch der Glockenturm (1998 restauriert). Die Kirche im ehemaligen Ortsteil Tilkerode wurde 1936 erbaut.

Klage- und Rügegericht zu Volkmannrode

Die zu Beginn des 17. Jahrhunderts erbaute Gerichtshütte ist bis heute erhalten und in gutem, restauriertem Zustand. Auch die Reste eines Turmes – die so genannte Wüste Kirche – sind in unmittelbarer Nähe noch erhalten.

Von 1608 bis 1875 wurden Grenzstreitigkeiten, Jagd- und Forstfrevel behandelt, Steuern und Abgaben wurden erhoben. Zu den Gerichtstagen Walpurgis (1. Mai) und Michaelis (29. September) kamen der Richter, ein Schöffe, ein Gerichtsschreiber und ein Gerichtsdiener vom Justizamt Harzgerode.

Freizeit - Vereine

Anglerverein "Wippertal" e.V. "Abberode/Pansfelde"
HerrFriedrich Schmelzer
OT Abberode
Teichstraße Abberode 11
06343 Stadt Mansfeld
Telefon:034779/20672
Schützengesellschaft Tilkerode/Abberode 1925 e.V.
HerrDaniel Völker
OT Lüttchendorf
Ringstraße 2
06317 Seegebiet Mansfelder Land
Sportverein "Grün-Weiß" Abberode e.V.
HerrAxel Probst
OT Abberode
Hauptstraße Abberode 14
06343 Stadt Mansfeld
Telefon:034779/20336