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Ortsteil:Mansfeld-Lutherstadt
Einheitsgemeinde:06343 Stadt Mansfeld
Einwohnerzahl:3046
Fläche:11,28 km²
Ortsbürgermeister:Sabine Metz
Anschrift:Friedensallee 13
Telefon:034782/179853
Fax:
Sprechstunde:nach Vereinbarung
Internetadresse:
Email-Adresse:

Der heutige Ortsteil Mansfeld – Lutherstadt besteht aus den ehemaligen selbstständigen Städten Leimbach und Mansfeld.
Im Jahre 973 wurden Leimbach und Mansfeld in einem Tauschvertrag, in Anwesenheit Kaiser Otto II., zwischen dem Erzbischof von Magdeburg und dem Abt von Fulda erstmals urkundlich erwähnt. Mansfeld und Leimbach kommen zum neu geschaffenen Erzbistum Magdeburg.

Die erstmals um 1229 erwähnte, aber sicherlich ältere Burg Mansfeld, war Stammsitz der Grafen von Mansfeld. Die Burg wurde nach der Erbteilung 1501 zu einer der mächtigsten Festungsanlagen der damaligen Zeit ausgebaut. Die Gebäude des Schlosses Vorderort mit der gotischen Schlosskirche, die Ruinen von Schloss Mittel- und Hinterort, sowie die noch immer mächtig anmutenden Festungsanlagen geben heute noch einen Eindruck von der gewaltigen und prunkvollen Bautätigkeit der Mansfelder Grafen.
Schloss Mansfeld ist heute eine Christliche Jugendbildungs- und Begegnungsstätte des Fördervereins „Schloss Mansfeld e.V.“.

Um 1400 erhält Mansfeld das Stadtrecht. Leimbach darf ab 1530 einen Wochenmarkt abhalten und besitzt somit das Stadtrecht.

Der Kupferbergbau in der Grafschaft Mansfeld begann nach Spangenberg um 1199 bei Hettstedt. Auch für die Entwicklung der Stadt Mansfeld im Mittelalter war der Kupfer- und Silberbergbau, sowie die Kupferverarbeitung in den Hütten entscheidend. Der Kupferhandel exportierte jährlich bis zu 40.000 Zentner Kupfer und beträchtliche Mengen Silber nach fast ganz Europa. 1469 wurde nachweisbar die Kreuzhütte vor dem Ort Leimbach erwähnt.

Hans Luder (seine Söhne Martin und Jakob änderten später ihren Familienname in Luther um) kam 1484 mit seiner Familie nach Mansfeld, um im Berg- und Hüttenwesen zu arbeiten. Durch seinen Sohn Dr. Martin Luther, der hier die Jahre seiner Kindheit und Jugend verbrachte, ist Mansfeld über die Landesgrenzen hinaus bekannt geworden. An Martin Luther erinnern sein Elternhaus, Luthers Schule, das 1913 ihm zu Ehren aufgestellte Lutherdenkmal (Lutherbrunnen) und die ehemalige Stadtschule (Rektorat), welche 1893 den Ehrennamen Lutherschule verliehen bekam.

Das Lutherdenkmal zeigt 3 entscheidende Ereignisse im Leben von Dr. Martin Luther.
„Hinaus in die Welt“ - Abschied des 13-jährigen aus Mansfeld
„Hinein in den Kampf“ - Der Thesenanschlag zu Wittenberg
„Hindurch zum Sieg“ - Auf dem Reichstag zu Worms

Feierlich historisch nachgespielt wird jährlich am 1. Samstag nach Ostern, zu Ehren Martin Luthers, seine Einschulung.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die St. Georgskirche. Die heutige Gestalt der Kirche entstand in den Jahren 1497 – 1518.
Sehenswerte Ausstattungen sind u.a.:
< das Bild „Die Auferstehung Christi“ aus der Cranachwerkstatt
< der Haupt- und Kreuzaltar mit der Darstellung der Kreuzigung Christi (um 1510/15)
< der Altar der Marienkrönung (1492)
< das „Lutherbild“ (1540) zeigt Dr. Martin Luther in vollem Ornat (einziges Ganzporträt Luthers)

An weitere prominente Bürger Mansfelds erinnern das Wohnhaus des Chronisten der Grafschaft Mansfeld Cyriacus Spangenberg und die Gedenktafel auf dem Grundstück des Geburtshauses vom Naturforscher Franz Wilhelm Junghuhn.

Franz Wilhelm Junghuhn wurde am 26. Oktober 1809 in Mansfeld geboren.
Zu seinen bedeutendsten Leistungen gehört die erste vollständige geographisch, geologische und botanische Erforschung der Insel Java. Er leistete einen großen Beitrag zur Erforschung des Chinin, welches aus der Rinde des Chinabaumes gewonnen wurde und bei Malaria und andere Fiebererkrankungen viele Jahre als Gegenmittel angewandt wurde.

Unübersehbar präsentiert sich im Bereich Leimbach, im Kreisverkehr der beiden Bundesstraßen 242 und 86, das Denkmal der Germania. Es wurde am 19.Juli 1885 eingeweiht und erinnert an den Deutsch – Französischen Krieg von 1870/1871.

In der Mitte zwischen Mansfeld und Leimbach überspannt der Viadukt der Regionalbahn Klostermansfeld – Wippra, genannt „Wipperliese“, die Bundesstraße 86. Die Brücke wurde im Juli 1918 während des 1. Weltkrieges in Betrieb genommen. Sie ist die einzige genietete und größte Unterzugbrücke im Bahnstreckenbetrieb Deutschlands.

Mit der Schließung der Eckardt-Hütte um 1926 endete die Bergbau- und Hüttentätigkeit auf dem Territorium Mansfelds.

Im Zuge einer Verwaltungsreform wurden 1950 Mansfeld und Leimbach zu einer Verwaltungseinheit, Mansfeld/Oberstadt und Mansfeld/Unterstadt, zusammengelegt.
Nach 1990 wurde die amtliche Unterteilung Mansfeld/Oberstadt und Mansfeld/Unterstadt in der Bezeichnung Mansfeld zusammengefasst.

In Mansfeld gibt es ein erschlossenes Gewerbegebiet von ca. 50.000 qm.

Am 7. September 1996 wurde Mansfeld vom Innenministerium Sachsen-Anhalt der Ehrenname „Lutherstadt“ verliehen.

Vom 30.Oktober bis 1.November 1998 war Mansfeld - Lutherstadt Gastgeber des ersten „Festival der Reformation“, das der Veranstalter, der Europäische Tourismusverbund „Stätten der Reformation“ e.V. durchgeführt hat.

2003 fanden in der Lutherstadt Straßenbaumaßnahmen statt. Dabei wurde am ehemaligen Grundstück der Familie Luther eine Abfallgrube freigelegt. Es stellte sich heraus, dass es sich hierbei um eine einmalige Fundsache handelt. Durch die Auswertung der Grabungen der Archäologen konnten die Lebensumstände in einem wichtigen Lebensabschnitt der Familie Luther dokumentiert werden.

Seit 2005 ist Mansfeld – Lutherstadt Sitz der Verwaltung der Einheitsgemeinde „Stadt Mansfeld“.
Elternhaus von Martin Luther
Elternhaus von Martin Luther
Lutherbrunnen
Lutherbrunnen
Luthers Schule
Luthers Schule
St. Georgskirche
St. Georgskirche
Viadukt
Viadukt
Germania
Germania
 
Bild von Martin Luther